Geschichte des Hauses

Geschichte des Hauses

Die Geschichte des Hauses zum Guten Hirten beginnt in den Nachkriegsjahren – mit einem Kinderheim. Christa Masur leitete das Heim in privater Trägerschaft mit großem Idealismus, jedoch waren die materiellen Möglichkeiten sehr begrenzt. Viele Arnsberger wünschten sich, dass die evangelische Kirchengemeinde das Heim übernehmen solle. Auch zeigte sich immer wieder die Notwendigkeit, älteren Menschen einen Ort zu geben, in dem sie gastliche Aufnahme, Unterstützung und Pflege erhalten konnten.

Der Bau von zwei Heimen überstieg die Möglichkeiten der Gemeinde bei weitem: Die Idee eines gemeinsamen Hauses – dem Haus zum Guten Hirten – war geboren. Als Träger gründete die Gemeinde 1953 den Verein für Innere Mission Arnsberg e.V. und erwarb ein Grundstück in landschaftlich reizvoller Waldrandlage im Hasenwinkel. Zum 1. Advent 1955 konnte das Haus zum Guten Hirten mit Plätzen für 48 Kinder und bis zu 30 Seniorinnen und Senioren bezogen werden.
1969 wurde das Kinderheim geschlossen.

Nach grundlegenden Um- und Erweiterungsbauten bot das Haus zum Guten Hirten ab 1977 im Rahmen eines dreistufigen Altenbetreuungs- und Pflegemodells 73 Heimplätze an. So lebten in einem separaten Trakt Einzelpersonen und Paare weitestgehend selbständig in ihren Apartments. Dabei schätzten sie die Vorteile des nahen Pflegeheims, mit der Möglichkeit dort zu essen, Kontakte zu knüpfen und an Veranstaltungen teilzunehmen.

Neben kontinuierlichen Modernisierungen erfolgte 1988-89 eine Aufstockung des Hauses um einen weiteren Wohnbereich, sodass die Einrichtung heute über 84 Plätze verfügt. Die Trägerschaft wechselte 1995 zum Diakonischen Werk des Kirchenkreises Arnsberg, heute Diakonie Ruhr-Hellweg e.V.

So sehr die Veränderung die Geschichte des Hauses zum Guten Hirten auch begleitet hat, so beständig ist doch der Geist, der hier weht: Das Psalmwort „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ bestimmt die Gemeinschaft und den Umgang miteinander. Es ist Zuspruch und Anspruch zugleich für die, die hier leben und arbeiten.